COVIS

Dr. Glinz COVIS GmbH nutzt AppDynamics zur Überwachung von verteilten .NET-Anwendungen

Das deutsche Unternehmen Dr. Glinz COVIS GmbH entwickelt kundenspezifische Customer-Relationship-Management (CRM)-Lösungen für Unternehmen. Die kundenspezifischen CRM-Anwendungen werden in großen Unternehmen vom Kundendienst bis zur Produktion genutzt, wobei sämtliche Kundendaten in einer zentralen Benutzeroberfläche zusammengefasst werden. Kundenanfragen wie beispielsweise Beschwerden, Bestellungen und Fragen zu Produkten oder Verträgen werden von der Anwendung verarbeitet und mit einer Prozessmanagementplattform verknüpft. Die größte dieser Anwendungen verarbeitet in Spitzenlastzeiten bis zu 200.000 Transaktionen pro Stunde. Jährlich werden 14 Millionen Kundenbeschwerden und -anfragen erfasst und über 4.000 Benutzer in Kundenunternehmen betreut.

Eingeschränkte Transparenz in die Produktionsleistung

COVIS musste zum einen die Betriebsbereitschaft der Kundendienst-Anwendungen gewährleisten, zum anderen die Antwortzeiten selbst bei großer Auslastung unter einer Sekunde halten. „Bei unserer verteilten Architektur bedeutet das, dass die Kommunikation zwischen Front-End, Cache, Datenbanken und Diensten stabil, skalierbar und schnell sein muss, da beinahe jede Anfrage mehrere dieser Komponenten involviert“, erläutert Kristof Berger, Chief Software Architekt bei COVIS. „Außerdem sind wir in Fällen, in denen unsere Anwendung nicht ihre SLA erfüllt, darauf angewiesen, die Komponenten ermitteln zu können, die nicht den SLA-Kriterien entsprechen. Nur so ist eine schnelle Problembehandlung möglich.“

Die Entwickler bei COVIS verwendeten in der Vergangenheit Ablaufverfolgungsprogramme, um vor der Produktionsphase das Leistungsverhalten zu testen und Probleme zu lösen, da ab dieser Phase das Identifizieren von Leistungsproblemen ein „Albtraum“ war. Diese Tools ermöglichten Einblicke in einzelne Komponenten, boten jedoch keine Transparenz für die gesamte verteilte Netzwerkumgebung des Unternehmens. 

„Die Nachteile dieser Methode sind offensichtlich“, so Berger. „Während der Entwicklung hat man nur einen eingeschränkten Einblick in die Funktionsweise der Anwendung. In der Produktion gibt es normalerweise keine gezielte Überwachung der Anwendungen oder der Leistung, nur eine Überwachung der Infrastruktur, die häufig irreführend ist – ein Server in gutem Zustand kann trotzdem eine schlechte Leistung liefern, wenn der Code mangelhaft ist.“

Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde: Aber mittlerweile freue ich mich geradezu auf Probleme, da sie so einfach zu identifizieren und zu lösen sind.

AppDynamics ermöglichte umfassende Transparenz und detaillierte Einblicke

COVIS benötigte ein Application Performance Management (APM)-Tool, das sowohl umfassende Transparenz über alle verteilten Anwendungen als auch detaillierte Einblicke in die Funktion einzelner Komponenten ermöglichte – und das bei laufender Produktion.

„Wir brauchten ein Tool, das Transaktionen über sämtliche Ebenen hinweg überwachen, Kontextinformationen für spätere Analysen sammeln und speichern und uns außerdem eine anwendungszentrierte Darstellung bietet, wie die Anwendung sowohl in der Testumgebung als auch in der tatsächlichen Arbeitsumgebung funktionieren würde“, erläutert Berger. „Die Plattform von AppDynamics bot uns genau das: Installation im Handumdrehen, Transaktionserkennung, die Möglichkeit, die Instrumentation mit benutzerdefinierten Regeln zu verwenden, und eine Wirkungsanalyse, die Geld wert ist.“

Laut Berger war AppDynamics innerhalb von wenigen Minuten installiert. „Wir benötigten 20 Minuten für den Controller, fünf Minuten für die Agenten, und die Konfiguration der Anwendungsagenten dauerte 20 Sekunden. Kleinere Umgebungen können manuell in weniger als einer halben Stunde konfiguriert werden, und für größere können recht einfach benutzerdefinierte Regeln entwickelt werden. Es ist durchaus möglich, Systeme innerhalb einer Stunde vollständig zu konfigurieren.

COVIS prüfte auch die Lösung eines anderen Herstellers, nahm jedoch bald Abstand, da der Anwender nicht auf die Ergebnisse der Softwareanalyse zugreifen kann. Berger fügt hinzu: „Andere Tools sind einfach weniger benutzerfreundlich und schwieriger zu durchschauen.“

Schnellere Identifizierung und Lösung von Leistungsproblemen

„Das Identifizieren von Ursachen von Fehlern oder schlechter Leistung war früher ein Albtraum. Die meisten aus unserem Entwickler-Team waren überzeugt, dass sich dies mithilfe eines anderen Tools komplett ändern ließe“, sagt Berger. „Und sie hatten Recht. Sobald die AppDynamics-Agenten mit der Überwachung der Anwendungskomponenten begannen, hatten wir für die verschiedenen Szenarios präzisen Einblick in die Vorgänge, deren Dauer und welche Komponenten Engpässe darstellten. Nun können wir Fehlerursachen innerhalb von fünf bis zehn Minuten identifizieren.“
AppDynamics kommt auch in der Testumgebung von COVIS zum Einsatz. „Bei jedem Build führen wir zur Überprüfung unserer Lösung Auslastungstests durch, und wir erhalten eine direkte Rückmeldung von der AppDynamics-Plattform, ob diese Lösung die Leistung verbessert oder verschlechtert“, sagt Berger. „Der Einsatz von AppDynamics in unserer Testinfrastruktur hat kaum Einfluss auf die Systemleistung (laut Belastungstests nur zwei bis drei Prozent) und ermöglicht uns eine vollständige Analyse aller Vorgänge.“

Andere Tools sind einfach weniger benutzerfreundlich und schwieriger zu durchschauen.


Dank AppDynamics war COVIS in der Lage, beständige Leistungsprobleme schnell zu beheben. Beispielsweise war eines der größten Anwendungsprobleme bei COVIS das Geschäftsregelmodul, das ungefähr 1.000 Aufrufe pro Minute verarbeitete, jedoch nicht die Leistung erbrachte, die Berger und sein Team erwarteten. Mithilfe von AppDynamics erkannte das Team innerhalb von fünf Minuten, dass das Modul bei jedem Aufruf jede Regel erneut kompilierte, statt die vorkompilierte Version zu verwenden, was zu einer großen Auslastung der Maschine führte. Der Fix wurde in 30 Sekunden entwickelt, in einer Minute bereitgestellt, und innerhalb von weiteren zwei Minuten konnte man mithilfe von AppDynamics bestätigen, dass das Problem behoben war.

Letztlich bietet AppDynamics nicht nur für Berger, sondern für die gesamte IT-Abteilung von COVIS einen Mehrwert. „Unsere Entwickler können Benutzerprobleme jetzt viel besser analysieren, da ihnen die Informationen zu allen Vorgängen stets zugänglich sind. Unser Kundendienst kann proaktiv die Anwendungen überwachen und den Entwicklern die genaue Fehlerquelle kommunizieren“, sagt Berger. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde: Aber mittlerweile freue ich mich geradezu auf Probleme, da sie so einfach zu identifizieren und zu lösen sind.“